Lena, das
ist ein Mädchen aus Homburg am Main, welches das gleiche Schicksal wählte,
nach Quarto Inferiore zu gehen und, die ich nun laut skypend durch meine Wand
über Pasta und ihren Tagesablauf zu hören vermag. Aber hier sind wir noch lange
nicht…
Zunächst
musste ich mir Gedanken machen, wie ich aus dem verschlafenen Erzgebirge in die
Hauptstadt der Romagna-Emilia-Region kommen könnte. Mehr und mehr verursachte
dieses Thema kalten Schweiß auf meinem Rücken. Doch mitten im größten Stress
und der lechzenden Suche, nach einem günstigen Flug stieß mich meine
Ansprechpartnerin Janina mit der Nase auf die einfachste Möglichkeit:
„Sag mal
Max, die Lena fährt doch mit dem Auto, könntest du da nicht mitfahren?“
Gesagt,
getan. An dieser Stelle vielen Dank an dich, Lena. Nachdem ich die letzten 2
Wochen so intensiv, wie möglich mit meinen Nächsten verbracht hatte, sei es
durch diverse Cafe‘- oder Eisdielenbesuche, sei es durch stundenlange
Spaziergänge oder jene Abschlussfete in der Martin-Luther-Kapelle, verwandelten
sich die verregneten, erzgebirgischen Straßen
im Rückfenster des roten Ford Fiestas, in nostalgisch gefärbte
Erinnerungsfetzen.
Würzburg
hieß das zunächst Ziel, genauer gesagt Homburg am Main. Nach einer kurzen
Familienzusammenführung und einer kostenlosen Weinberg-Besichtigung musste ich
auch die letzten meiner Liebsten verabschieden und sie davonfahren lassen. Noch
einen Abend lang konnte ich die Vorzüge der Familie Dornbusch genießen, dann
setzte sich der graue Opel Corsa in Richtung Bologna in Bewegung.
Und hierbei
wären wir wieder beim Thema: Zwar hatten wir schon während des Seminars in
Wabern miteinander zutun, doch jetzt lernten wir uns erst so richtig kennen, in
allen Variationen. Seneca hat einmal gesagt: „Wenn du die wahre Beschaffenheit
von etwas kennenlernen willst, gib ihr Zeit[…]“, ich möchte dazu ergänzen: „[…]
oder ein Navigationsgerät, das dich falsch leitet“. Anfangs noch ein wenig
geknickt von dem Abschied, schlug unsere Laune schnell um, nachdem wir, statt
auf der Schnellstraße nach Garmisch-Partenkirchen, ins tiefste bayrische Nirwana verschlagen wurden. Während Lena in einem Wutanfall beständig auf ihr Navigationsgerät eindrosch, bevorzugte es ich lieber
furchtsam die Klappe zu halten.
Letztlich
erreichten wir dann aber doch die österreichische Grenze, leider ließ das nächste Problem nicht lange auf sich warten... Während mir immer wieder die Augen zufielen,
beschwerte sich Lena, dass ich dösen würde,
obwohl sie müde fahren musste. Ich gab mir wirklich Mühe… und schlief nach
einer halben Stunde doch ein. Gerade als ich aufwachte, hörteich die Worte:
„Jetzt sind wir in Italien!“ und ohne uns anzuschauen drehte ich die Musik laut
und wir mussten lachen.
Es wohl selten, so viele unterschiedliche
Charakterzüge in so kurzer Zeit kennenzulernen, doch ich glaube, gerade das
wird uns im gemeinsamen, kommenden Jahr zusammenschweißen und tragend sein. Ich
zumindest, bin mir sicher, dass solch einer aufregenden Hinfahrt, nur eine
grandiose Zeit bevorstehen kann.

Lieber max, es freut mich was wieder von dir zuhören!:)
AntwortenLöschenEs freut uns das du gut angekommen bist in Bologna! Viel Spaß dir in nächster Zeit! :) lg kornelius u anna